Aluminium fräsen

Nach dem zweiten Einführungskurs zur Bedienung der CNC14 Fräse in der DingFabrik in Köln hat sich Dirk, DingFabrik-Mitglied und CNC-Neuling, daran gesetzt, das neue theoretische Wissen in die Tat umzusetzen.

Einfach kann ja Jeder, also hat sich Dirk gleich mal als erstes Übungsobjekt eine Halterung für ein Rad eines 2-rädrigen Skateboards mit Luftreifen ausgesucht.

Die Eckdaten:
15/16 mm dicke Walzplatte EN AW 7075 (AlZn5,5MgCu)
VHM-Schaftfräser Z1 Ø4 und Z3 Ø5, SL:16 ALU von Sorotec
180 mm/min Vorschub bei 1mm Zustellung
Kühlung mit Druckluft
Steuerung über LinuxCNC

Den Worten und Bildern von Dirk habe ich nichts mehr hinzuzufügen:

"Vielen Dank an Birgit und Marian für den wunderbaren Workshop gestern. Marian hat sich danach noch die Zeit genommen, das Fräsen eines Werkstücks aus Aluminium mit der CNC14 (ein wirklich beeindruckendes, präzises Gerät) zu testen, was sehr gut geklappt hat ! Ihr habt ein Tor in eine Welt voller Möglichkeiten geöffnet, das ist eigentlich kaum zu beschreiben. Merci, Grazie, Thank you so much! Dirk"
Und:
"Es ist vollbracht: ein erstes Werkstück aus Aluminium auf der tollen CNC14. Danke Birgit, Danke Marian!
Für mich als Neuling ist alles spannend. Für mich war es eine ganz besondere Erfahrung, auf so viel Offenheit und Freundlichkeit zu stoßen. Dass Du diese Fräse zur Verfügung stellst und Ihr Euch am Samstag so viel Zeit genommen habt, uns das Fräsen nahe zu bringen.
Technisch gesehen war es wohl eher unspetakulär. Wir haben mit einem 16 mm langen, 4 mm breiten Fräskopf von Sorotec aus diesem 7075 Alustück gefräst. Problem war, dass wir davon ausgegangen waren, es sei 15 mm dick. So hatte ich es eingekauft. Es waren aber 16 mm.
Eine Erkenntnis für mich war, dass die Kühlung nicht banal ist, weil die Temperaturentwicklung abhängig von der Materialmenge ist, auf die der Fräskopf stößt. Für Euch ist das sicher klar, ich hatte mir das aber so nicht vorstellen können. Ob der Fräskopf von einem Rand 25% entfernt oder durch volles Material fährt - er ist zwar ganz stabil und zittert nicht, aber die Temperaturentwicklung ist ganz anders. Also unterm Strich waren die Schwierigkeiten eher interessante Aspekte als echte Probleme. Die CNC14 hat sehr präzise und mit unglaublicher Genauigkeit und Reproduzierbarkeit mühelos ihre Bahnen gezogen. Wir mussten einmal unterbrechen, weil die Ruhezeit begonnen hatte und konnten am nächsten Tag exakt die gleiche Situation anfahren. Es hat in Bohrtaschen keinen Kontakt mit dem Werkstück an den bereits fertigen Stellen gegeben, der darauf hingedeutet hätte, dass die Position nicht exakt wieder die Gleiche gewesen wäre."

Auch wenn die CNC14 zur Holzbearbeitung gedacht ist und die Bearbeitung von Aluminium im Grenzbereich liegt, sind wir sehr glücklich darüber, wie gut sie sich geschlagen hat.

Wir freuen mich nicht nur sehr über diese Ergebnisse, sondern vor allem über die Begeisterung, diese Rückmeldung von unserem Neu-Mitglied. Nach kurzer, aber intensiver Zeit hatte Dirk die Fräse voll im Griff. Es ist wunderbar, das so zu verfolgen.
Dankeschön Dirk!